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Mittwoch, 8. Oktober 2008

The Spirit of Georgia

Nicht nur Stalin, der Gründer der Stahlinstadt, war George. Nein, auch der dahinscheidende Präsident der Vereinten Staaten von Nordamerika ist George. George Bush. Vielleicht erklärt das ja die Aggressivität des russischen Ministerpräsidenten Vladimir "put-in-order" Putin im Kaukasus. Putin schlägt den Sack und meint den Esel. Mit "Esel" meine ich natürlich den mächtigsten Mann der Welt, also Bush.

Es ist ganz offensichtlich, dass Putin gern der mächtigste Mann der Erde wäre und darum ein klein bisschen neidisch ist auf Bush. Immerhin ist Putin via Checkpoint Ali auf einem guten Weg dorthin. So verkündete jüngst Ramsan Kadyrow, der Präsident aller Tschetniks, dass in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny eine Straße nach Wladimir Wladimirowitsch Putin benannt wird, "weil er der Retter des tschetschenischen Volkes ist." Das erkennt der außen stehende Betrachter unter anderem daran, dass die russische Armee vor rund zehn Jahren die Hauptstadt dieser Kaukasusrepublik schön platt gemacht hatte. In den beiden Tschetschenien-Kriegen haben Putins Mannen ordentlich Platz für einen Neuanfang geschaffen. Was für ein Held! Wann rettet er endlich die anderen Völker?

Auch George Bush ist ein Held, allerdings ein von Gottes Gnaden auserwählter, denn der gute Geist hat den frommen Republikaner entgegen der Stimmenmehrheit ins Präsidentenamt gehoben und 2004 dessen Wiederwahl bewirkt. Mit Bush war auch Gott an der Macht, allerdings nicht der liebende Hippie aus dem Neuen Testament, sondern der zornige Rächer aus dem Alten, der sein auserwähltes Volk ordentlich straft und züchtigt und ihm viele teuflische Prüfungen auferlegt, zum Beispiel diese:

2001: Gott lässt am 11. September muslimische Terroristen mit dem Flugzeug ins Büro fliegen. Viele Menschen sterben. Die Welt ist danach eine andere.

2002: Gott startet aus Rache gegen Al-Quaida einen Krieg in Afghanistan. Auch US-Soldaten sterben oder werden verkrüppelt.

2003: Gott lässt das Space-Shuttle Columbia explodieren. Verschwörungstheoretiker hingegen sehen einen Zusammenhang mit der Challenger-Katastrophe von 1986 und geben einer Anomalie im Alphabet der Namensgebung die Schuld (Atlantis, Challenger, Columbia, Discovery, Endeauvor – B wurde ausgelassen, C bevorzugt).

2003: Gott lässt am 20. März die US Army in den Irak einmarschieren und jagt Satan Hussein aus dem Amt. Viele US-Soldaten sterben oder werden verknüppelt.

2005: Gott endeckt seine weibliche Seite bzw. Hurrikan Katrina fegt über die Südstaaten der USA hinweg und wirbelt mächtig Staub auf. Tausende werden obdachlos.

2008: Gott beschwört eine Immobilienkrise in den USA herauf. Diese zieht eine internationale Bankenpleite und einen Börsencrash nach sich.

What a pity, platsch! George Bush hat von Bill Clinton ein friedliches Amerika mit ausgeglichenem Haushalt übernommen und übergibt nun ein von Krieg und Schulden gebeuteltes Land an seinen Nachfolger, den bald mächtigsten Rentner der Welt John McCain (72). Viele Menschen, vor allem in Europa, hätten gern Obama auf dem Chefsessel gesehen, doch leider ist der zu jung und hat die falsche Hautfarbe – Leute, wir reden hier von Amerika! Wie sagte schon der bekannte Bürgerrechtler Malcolm X zu seinem Biografen Alex Haley: "Kaffee ist das einzige, was ich schwarz und weiß gemischt mag."

Außerdem sympathisiert Obama mit dem Terror, wie Sarah Palin, die designierte republikanische Sündenpräsidentin (Vice President), jüngt feststellen musste. Stimmt! Obama bin Laden, das klingt irgendwie nach Terrorismus.

Doch was hat das alles mit Stahlinstadt zu tun? Globalisierung, Leute! Globalisierung!

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