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Donnerstag, 11. Februar 2010

Sonntag, 13. Juli 2008

Tempel der Kosmetik


Nahezu unverändert steht dieses Haus samt Funktion in der Magistrale, hinter dem Hotel Lunik. Während sich ringsum die Fassaden dem Zeitgeist anbiedern, blieb der Tempel der Kosmetik seit 20 Jahren derselbe.

Logbuchführer Andi empfiehlt: "Bleib so, wie du bist!"

Donnerstag, 29. Mai 2008

Louis vs Lois, Luis und Lewis


ZUR INFO: Es ist ein Kreuz mit der Rechtschreibung, auch Orthografie, also Lehre vom richtigen Schreiben, genannt. Da werden ständig die Regeln geändert, dass es keine Freude ist und die Bild-Zeitung ernsthaft darüber nachdenkt, ihrem Namen alle Ehre zu tun und auf Texte völlig zu verzichten. 1904 gab es eine Rechtschreibreform, 1996 die nächste einschließlich der Überarbeitungen von 2004 und 2006.

Aber Saarlouis wurde schon immer so geschrieben: Saarlouis. Zwei Worte: Saar wie der deutsch-französische Fluss und Louis wie der Name.

Auf der Hinweistafel am Fürstenberger Arboretum steht es wieder einmal falsch: "Saarloiser Straße". Ist ja auch nicht so leicht. Vielleicht dachte der zuständige Verantwortliche einfach an zwei Flüsse: Saar und Lois. Lois ist der längste Fluss Osttimors, die gedankliche Verbindung Osttimor-Ostdeutschland ist also nicht ganz so weit hergeholt.

Es wird der Tag kommen, an dem wird ein anderer assoziativ begabter Mensch beim Anblick Eisenhüttenstadts an "Alice im Wunderland" und dessen Autor Lewis Carroll denken und in traumhafter Verzückung Saarlewiser Straße schreiben. Saar wie der Fluss und Lewis wie die englische Schreibweise von Luis.

Ein Vorschlag zur Güte: Um die Sache zu simplifizieren kann man auch gleich komplett eindeutschen und in Analogie zu Ludwigslust oder Ludwigshafen Saarludwig schreiben. Ist ja sowieso ne deutsche Stadt. Klingt zwar irgendwie Rotze, Saarludwiger Straße, aber was will man machen?

Dienstag, 22. April 2008

Die Straßen von San Stalinstadt


Wenn man sich mal die Straßennamen auf den Straßenschildern an den Straßenkreuzungen ohne Straßenkreuzer ansieht, merkt man als geschulter Ossi sogleich: Hier befinde ich mich im Osten.

An jeder Ecke wird man an einen sozialistischen oder kommunistischen Heiligen oder Märtyrer erinnert, außer man gehört zu den Eiligen im Mehrtürer, die in Hochgeschwindigkeit und ohne den Blick fürs Detail die Ostküste entlangkacheln, um den Aufschwung zu schaffen.

In der als "sozialistisch" gegründeten Stadt, deren Straßennamen das damals neue und heute veraltete Weltbild widerspiegeln, verweist auch heute noch vieles auf die Lichtgestalten von anno dunnemals. Karl Marx trifft sich mit Friedrich Engels, Rosa Luxemburg mit Karl Liebknecht, Clara Zetkin mit der Republik.

Zur vergrößerten Ansicht bitte aufs Bild klicken. Danke.

Fotos+Montage: Hoppel