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Samstag, 27. Dezember 2008

Zweitausendundneunjahrswünsche

Was ham wir gelacht,
Zweitausendundacht!

Was wern wir uns freun,
Zweitauendundneun!
~

Dienstag, 5. August 2008

Priesterkönig will in Ost-Deutschland in West-Tieren

Wie die Merkwürdige Oderzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe mitteilt, drohen Eisenhüttenstadt demnächst Investionen in ungeahnter Höhe. Dies gehe aus einem Brief hervor, den Werner Reiner vor einigen Tagen erhalten habe. Der stellvertretende Bürgermeister unterbrach eigens seinen Sommerurlaub, um den Namen des neuen Großinvestors den versammelten Journalisten bekannt zu geben.

Es handelt sich hierbei um den sagenhaften Priesterkönig Johannes, der im Morgenmantel als eine Art Sultan herrsche und über ungeahnten Reichtum verfüge. Der Priesterkönig gedenke, im Osten Deutschlands eine Manufaktur zu errichten, die Blei in Gold verwandeln könne und umgekehrt. Als möglicher Standort käme auch Eisenhüttenstadt wegen seiner bereits bestehenden Stahlmanufaktur und seiner Nähe zum Oderstrom in Frage.

Erich Apitz, der bekannte Kartograf und Vorsitzende der Eisenhüttenstädter Fürstenvereinigung, gab sich gewohnt skeptisch. Er verwies auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Schon einmal habe eine Investorengruppe aus dem Morgenland (Caspar, David & Friederich) die Einrichtung einer neuen Fabrik und die Schaffung unendlich vieler Arbeitsplätze versprochen und sich dann nicht mehr gemeldet. Wie schon damals sei auch diesmal die genaue Absenderadresse nicht bekannt. Die einen nennen den indischen Suppenkontinent als Sitz des Priesterkönigs, die anderen vermuten dessen Hauptstadt Bibrich in Äthiopien.

Der stellvertretende Bürgermeister Werner Reiner bleibt optimistisch. Er feile bereits an einem Antwortschreiben, welches er einem Handelsreisenden des indischen EKO-Eigners Mittal mitzugeben gedenke. "Immerhin ist der Priesterkönig einer der ältesten und mächtigsten Herrscher der Welt, wir sollten ihm vertrauen", sagte Reiner. Laut seinen eigenen Worten sind dem Presbyter Johannes 72 Könige tributpflichtig, mehr als 365 Völker leben in seinem Reich. Dazu gehören Skiapoden, Satyrn, Vampire, Giganten, Zyklopen, Hundsköpfige, Orks, Menschenfresser, Fischesser und Mitesser. Auch leben seltene Tiere dort: weiße Panther, schwarze Eisbären, rote Löwen, Greifen, Fangen, Gottesverflucherinnen, Schildkröten, die nie sterben, Rennpfeffer, Honigskorpione, Ollifanten sowie der sagenhafte Vogel Phönix. Und wenn sie nicht ausgestorben sind, so haben sie vielleicht niemals gelebt.

Samstag, 6. Januar 2007

Da habt ihr die 2. Bescherung!

Während die einen an Weihnachten die Weihnachtsgans Auguste mit ordentlich Kartoffeln und Rotkohl verspeist haben, werden vor allem die vegetarischen Intellektuellen wohl eher Friedrich Wolfs Kurzerzählung "Die Weihnachtsgans Auguste" mit den Augen verschlungen haben. Egal - beides dürfte mittlerweile längst verdaut und vergessen sein.

Dennoch gibt es heute für alle Leser des Logbuchs Stahlinstadt eine kleine Rückbesinnung auf diese Zeit, denn am 6. Januar (Epiphanias) feiern die armenische Kirche ebenso wie unser neues EU-Mitglied Bulgarien ihr Weihnachtsfest. Ein guter Grund also, als europäischer Kosmopolit kräftig mitzufeiern. Und da habt ihr die Bescherung - es gibt einen exklusiven Urklang-Remix, angefertigt von Quos: Urklang - Gongaman (remixed+dubbed by Quos).

Urklang alias die Gebrüder Steffen & Dirk Rymarczyk wurden an dieser Stelle schon einmal ausführlicher vorgestellt (siehe hier), den Song Gongamann kann man im Original hier herunterladen: lädst du! Nun hat sich der Ex-Hüttenstädter Quos diesen sphärigen Titel zur Brust genommen. Gongamann wurde erst einmal dem VII. Wohnkomplex gleich dekonstruiert, dann neu zusammengesetzt, gedubbed und mit einem Beat unterlegt. Das Ergebnis kann sich hören lassen.

Als entrée gibt es psychedelisch verhallte Sequenzen von einem syrischen Basar zu hören. Die Aufnahmen entstanden im sensiblen September von 2001, vermutlich in Damaskus. Dieses Tondokument wurde von eurem geneigten Autor persönlich vor Ort aufgenommen, denn ich weilte zu der Zeit, getarnt als Top-Terrorist Osama bin Qualen*, in Syrien.

Möge dieser Remix den Hörer beim Lauschen entspannen und Frieden zwischen den christlichen und muslimischen Religionen (ob Sunniten oder Schiiten, Katholiken oder Orthodoxe) stiften. Los, auf in die Orthodisco und tüchtig losmoscheet!

* Das ist natürlich völliger Unfug, diese Information diente lediglich dazu, die Wachsamkeit unserer ruhmreichen Terror- und Spionageabwehr zum Wohle des deutschen Volkes zu erhöhen, denn wenn ihr hierauf aufmerksam geworden seid, dann seid ihr gut!