Sonntag, 30. Dezember 2007
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Ortsschilder für Eisenhüttenstadt
Durch einen Zufall ist euer ergebener Erzähler auf ein ganz witziges und obendrein auch noch nützliches Tool gestoßen: den Schildergenerator. Egal ob Ortseingangs-, Ortsausgangs-, Bahnhofs oder Haltestellenschilder - es ist für jeden Schildbürger etwas dabei! Und man kann sogar Stundenschilder anlegen, die für exakt 60 Minuten Werbung für die eigene Seite machen. Auf geht's!
Hier schreibe ich, Andi Leser.
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Andi Leser
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Donnerstag, Oktober 11, 2007
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Dienstag, 2. Oktober 2007
Zukunftskongress ist Geschichte
"Jim Stantor wälzte sich schnarchend von einer Seite auf die andere und quetschte die Ratte ein, die ihm Schokolade aus der Tasche knabberte; beide erschraken." Nach diesen Worten endet Stanislaw Lems Roman "Der futurologische Kongreß". Bleibt zu hoffen, dass die Futurologen, deren Kongress am Sonntag im Aktivist Eisenhüttenstadt mit einem ausgelassenen Fest zu Ende ging, auf angenehmere Art und Weise geweckt wurden.
Ja, das war's erst mal; die Ruine des Aktivist ist wieder Sperrgebiet und fällt in seinen Dornröschenschlaf zurück, darauf harrend, durch ein neues Projekt wachgeküsst und mit Leben gefüllt zu werden.
Jetzt geht's an die Auswertung der dokumentierten Aktionen. Der EH-Blogbuster Ben Kaden hat, maskiert als Benutzer futurologistiques, eine neue Flickr-Gruppe angelegt, die ausschließlich Fotos vom "Kongress der Futurologen - Eisenhüttenstadt 2007" versammelt. Dort kann jeder Interessierte reinschauen und sich ein Bild vom Kongress machen. Weitere Fotos und Kommentare sind herzlich - ich betone: herzlich - willkommen!
Obiges Bild hat euern ergebenen Erzähler Andi Leser besonders fasziniert, da er verbal maßgeblich an der Umsetzung beteiligt war: Die abgebildete junge Dame positionierte sich auf Zuruf aller Anwesenden im harmonischen Mittelpunkt des projizierten Lichtfeldes. Der Mensch als Maß der Dinge.
Mein Dank geht an den Organisateur des Futurologenkongresses Thomas Neumann, an die Fahnenaktivistin Beatrice Jugert und natürlich an meinen Stadtführer-Kollegen Ben Kaden.
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Foto: futurologistiques @ flickr
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Andi Leser
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Dienstag, Oktober 02, 2007
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Freitag, 28. September 2007
Wochenende der Aktivisten
Am Samstag wird Franciska Zólyom vom Institute for Contemporary Art aus dem ungarischen Gegenstück zu Eisenhüttenstadt, Dunaújváros (Donau-Neustadt, ehemals Sztálinváros, d.h. Stalinneustadt), über eine "Stadt ohne Zentrum" sprechen. Der Vortrag ist dann auch der letzte im Rahmen des Futurologischen Kongresses.
STADT OHNE ZENTRUM
Ort: Aktivist in Eisenhüttenstadt, oberster Stock
Zeit: 29.9.2007 um 17:00 Uhr
Am Sonntag gibt es dann ab 14:00 Uhr die letzte der insgesamt vier Irre Führungen in Eisenhüttenstadt. Motto diesmal: "DER AKTIVISTEN ERSTE RUNDE. Vom Aktivist zur Aufbausportplatz und hoch zum Huckel und Rosenhügel." Der absolute Höhepunkt wird dann mit der Rückkehr am Ausgangsort erreicht, wo der Futurologenkongress in einem Abschlussfest kulminiert: Bei 27 Mitwirkenden und 36 Auftritten ergibt das ein Programm unterschiedlicher Gesten und Handlungen, inklusive Tanz, Applaus und Musik von The Dirty Tones. Also, wer Organisator Thomas Neumann oder Fahnenmädchen Beatrice Jugert oder Zuckerschnute Christiane Büchner oder Peter K. Koch kennenlernen möchte, der ist willkommen!
TAG DES AKTIVIST
Ort: Aktivist, Karl-Marx-Straße 54
Zeit: 30.09.2007, 12-24 Uhr
www.kongressderfuturologen.de
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Andi Leser
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Freitag, September 28, 2007
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Dienstag, 25. September 2007
Am, um und im Krankenhaus Eisenhüttenstadt
Bis zum Sonntag noch tagt der Kongress der Futurologen im Aktivist in der Karl-Marx-Straße zu Eisenhüttenstadt. Zur literarischen Untermalung desselben zitiert euer ergebener Erzähler Andi Leser in unregelmäßigen Abständen aus Stanislaw Lems Buch "Kongres futurlogiczny" vom November 1970. Diesmal berichtet Ijon Tichy von seiner Wiederbelebung aus dem Krankenhaus. Selbigem haben Ben und ich am Sonntag im Rahmen der Irren Führungen ebenfalls einen Besuch abgestattet.
Auf dem Krankenhausgelände war ordentlich was los: ein internationales Kinderfest. Ein langer Lulatsch stolzierte auf seinen Stelzen durch die Menge, Kuchen flogen in geöffnete Münder, Kinderlachen zerriss die Luft. Doch hier wird Ijon Tichy das Wort erteilt:
"Meine Neubelebung soll drei Wochen erfordert haben. Es gab da Schwierigkeiten. Ich sitze im Bett und schreibe. Mein Zimmer ist tagsüber groß und abends klein. Alle Leute sind groß und hübsch und lächeln immerzu. Ich bin schwach, launisch wie ein Kind, alles stört mich. Heute nach der Injektion stieß ich die Nadel ins Sitzfleisch der Oberschwester. Ich bekomme die Kinderzeitung. Aus Versehen?" (S. 64)
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Foto: ehst.tick (c) flickr.com
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Andi Leser
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Dienstag, September 25, 2007
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Montag, 3. September 2007
Große Runde durch die Wohnkomplexe
Am kommenden - also an diesem und nicht am nächsten - Samstag (8.9.) ist der Auftakt der als Irre Führungen betitelten Reihe einer alternativen Stadtbegehung. Los gehts um 14:00 Uhr an der "HOG Aktivist". Das Motto der Initialzündung lautet schlicht: "DIESSEITS UND JENSEITS DES KANALS - Große Runde durch die Wohnkomplexe". Es wird sich hierbei weniger um eine Stadtführung im klasssichen Sinne handeln, bei der die Teilnehmer von einem Stadtführer an die Hand genommen, mit wahren oder weniger wahren Ortsmythen gefüttert werden und somit in die passive Rolle des Konsumenten zurückfallen.
Vielmehr handelt es sich bei den Irre Führungen um eine begleitete Stadtbegehung, bei der die Teilnehmer selbst zu Akteuren werden, die eine fremde Stadt mit eigenen Augen entdecken und darüber einen Diskurs entspinnen. Wünschens- und lobenswert wäre die Mitnahme einer Digicam bzw. Fotoapparates, da eine Auswahl der vor Ort gemachten Fotos im Anschluss an die Führung im Internetz präsentiert werden soll. Portal für die eingestellten Fotos ist das gleichnamige Weblog unter http://stadtfuehrung.huettenstadt.de.
Die Irre Führungen sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Eisenhüttenstadt-Blog und des Logbuch Stahlinstadt, welche im Rahmen des Kongresses der Futurologen in Eisenhüttenstadt Eisenhüttenstadt finden wird.
irreführende Links:
- Stadtführung Eisenhüttenstadt: Termine
- Kongress der Futurologen: Programm
Foto: flickr (c) ehst.tick
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Montag, September 03, 2007
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Dienstag, 28. August 2007
Irre Führung Eisenhüttenstadt
Blogbuster Ben vom Eisenhüttenstadt-Blog und meine Wenigkeit werden alle Interessierten im schönen Monat September an vier Wochenenden durch diese unsere Stadt nasführen. Diese als Irre Führungen angekündigten alternativen Stadtbegehungen werden im Rahmen des Futurologenkongresses stattfinden. Der Kongress der Futurologen bezieht sich natürlich einerseits auf die Stadt selbst, die in der Vergangenheit als Stadt der Zukunft gedacht und konzipiert worden war. Der Titel ist aber auch eine Reminiszenz an das beste aller Bücher aus der Feder des polnischen Sci-Fi-Autoren Stanislaw Lem, welches da heißt "Der futurologische Kongreß".
Weitere Infos werden demnächst folgen...
irreführende Links:
- Kongress der Futurologen: Programm
- Stadtführer-Blog: Irre Führung Ehst.
- EH-Blog: Wir führen die Futurologen durch die Stadt
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Andi Leser
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Dienstag, August 28, 2007
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Dienstag, 21. August 2007
Paul van Dyk für umme
"Immerhin ist der gebürtige Eisenhüttenstädter einer der renommiertesten Musikkünstler, die unser Land zu bieten hat. Kein anderer füllt derartig große Hallen hier und in Übersee wie Paul van Dyk." (Raveline, Nr. 173)
Quasi als Vorbereitung zum Gratis-Auftritt von Paul van Dyk beim EisenHüttenStadtFest am Freitag empfehle ich die aktuelle Ausgabe der Raveline (Nr. 173). Diese hat rechtzeitig zum Erscheinen des neuen Albums "In Between" ein recht lesenswertes Interview mit dem sympathischen DJ am Start: "Paul van Dyk tritt Lafontaine in den Hintern" lautet die reißerische Überschrift.
Und richtig: Der Mann mit dem leicht melancholischen Rehblick wird an zwei Stellen des Interviews etwas zornig. Erstens als es um die Linkspartei geht: "Ich finde, was die Linkspartei macht, ist ein Imageschaden für alle, die links sind. Was die da treiben ist Populismus..." Recht hat er!
Zweitens erregt er sich über einen nicht näher genannten "Egomanen", der die Loveparade von Berlin nach Essen, wo sie an diesem Samstag stattfinden wird, vertrieben hat. Wer das wohl sein kann..?
NaCHTRaG: Liest man sich mal das ebenfalls äußerst lesenswerte und sehr relaxte Interview mit Maximilian Lenz alias WestBam in der selben Ausgabe von Raveline (08/2007) durch, dann kann man erahnen, wer der Egomane ist, der Matthias Paul alias Paul van Dyk so in Rage bringt. Es ist wohl der Loveparade-Erfinder himself: Matthias Roeingh alias Dr. Motte. Da heißt es aus dem Mund von WestBam:
"Ich habe auch die Auseinandersetzung zwischen Motte und (Rainer) Schaller verfolgt und da muss ich sagen, dass mein Eindruck war, dass Mottes Position eher von persönlichen Eitelkeiten herrührte als von der Sache her. Die Diskussion damals um das musikalische Konzept, bei der Motte den Standpunkt vertreten hat, er müsse quasi bei jedem Wagen die Musik abnicken, habe ich nicht verstanden."
Bleibt zu hoffen, dass sich die beiden Matthi-Asse im Zeichen von Friede, Freude, Eierkuchen bald wieder vertragen.
NaCHTRaG N°2: Dr. Motte war auch nicht gemeint...
weiterführende Links
- Paul van Dyk auf dem Stadtfest
- Paul van Dyk bei Partysan im Interview
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Andi Leser
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Dienstag, August 21, 2007
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Montag, 23. Juli 2007
Die Hänflinge in Hütte 1.0
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Andi Leser
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Montag, Juli 23, 2007
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Die Hänflinge in Hütte 2.0
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Montag, Juli 23, 2007
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Dienstag, 19. Juni 2007
Rekorde, Einmaligkeiten, Kuriositäten
Auch in der DDR gab es etwas vergleichbares wie das "Guinnessbuch der Rekorde". Allerdings ausschließlich mit DDR-typischen Rekorden, Einmaligkeiten und Kuriositäten. Was interessierte den braven DDR-Bürger auch der Rest der Welt, wenn man das SED-Grundstück eh nicht verlassen durfte? Die Redaktion des schmalen Büchleins war bemüht, Ostdeutschland in Superlativen zu beschreiben ("das erste, einzige, größte, kleinste, höchste, älteste, längste und vieles mehr").
Neben solch herrlich benamsten Örtlichkeiten wie Ansprung im Ärztegebirge, Oschatz in Saxonia und Groß Zicker im Irgendwo taucht auch die Stadt, die wir alle so sehr lieben, im Register auf. Und das gleich dreimal. Die etwas banalen Gründe hierfür folgen auf dem Fuße:
S. 56
"Wohnstadt, erste sozialistische: 1951 begann der Aufbau von Eisenhüttenstadt in der Nähe des Eisenhüttenkombinates Ost. Im Jahre 1984 hatte diese neue Stadt bereits 48.000 Einwohner."
S. 119
"Fähre, billigste: In Bad Kösen kostet eine Überfahrt mit der Fähre 5 Pfennig, sie wird noch mit Muskelkraft betrieben. In Eisenhüttenstadt ist eine Überfahrt über den Oder-Spree-Kanal mit der handgetriebenen Fähre sogar kostenlos."
S. 157
"Fische, Rekordgrößen: Karpfen - 23,750 kg, 90 cm gefangen 1965 von Bruno Grund aus Eisenhüttenstadt."
Den Buchrücken des Paperbacks ziert zum Abschluss der Lektüre die Aufforderung: "Bitte schreiben Sie uns, helfen Sie mit, die nächste Auflage zu vervollständigen." Dazu sollte es jedoch nicht mehr kommen, denn die DDR war ja bekanntlicherweise im Jahr darauf schon Geschichte.
Quelle: Wolfgang Richter (Red.): Rekorde, Einmaligkeiten, Kuriositäten in der DDR. 2., erweiterte Auflage, Berlin: April 1989.
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The ALF
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Dienstag, Juni 19, 2007
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Freitag, 15. Juni 2007
Habt ihr Worte? 1220 für Eisenhüttenstadt
"Ich beobachtete Ben: Er kratzte sich am Kopf, kratzte sich die Eier und kaute auf seinem Kaugummi. Wie sollte dieser Typ bloß diesen Text begreifen? Wie sollten übrigens auch die anderen diesen Text begreifen?"
Michel Houellebecq: Elementarteilchen, S. 218
Ein teilweiser Sinn des Logbuches Stahlinstadt ist es ja, die Eisenhüttenstadt, diese künstlich in den Sandboden gesetzte Blogbebauung, in Worte zu fassen - sowohl das Geschehen in der Stadt, als auch die Stadt selber. Da nun schon ein Gebiet der Stadt abgerissen, also dekonstruieret wurde, kam ich auf die Idee, die Stadt auch sprachlich in ihre Einzelteile zu zerlegen. Name des Projekts: 1220 Eisenhüttenstadt - Eine Stadt in 1220 Worten. Die Zahl ist nicht ohne Grund gewählt, gibt sie doch die alte Postleitzahl (PLZ) der Vorwendezeit wieder. Die aktuelle PLZ 15890 erschien mir dann doch zu gigantisch und übertrieben. Ich sollte Recht behalten, denn bereits die 1220 ist schwer zu bewerkstelligen. Mittlerweile fehlen mir immer noch knapp 1000 Wörter, das bisher geschaffte seht ihr unten. Darum lade ich alle Interessierten dazu ein, beim Projekt Habt ihr Worte? 1220 für Eisenhüttenstadt mitzumachen und Ergänzungen vorzunehmen. Die Worte stehen in alphabetischer Reihenfolge.
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18. August 1950 Stadt- und Werksgründung vor einem Kiefernwäldchen bei Fürstenberg an der Oder 7. Mai 1953 Namensgebung Stalinstadt 17. Juni 1953 in Stalinstadt und Fürstenberg an der Oder 13. November 1961 Zusammenlegung von Stalinstadt, Fürstenberg und Schönfließ zur Eisenhüttenstadt Agitationspavillon der Nationalen Front der DDR Alten- und Ledigenwohnheim Alte Ladenstraße Altweiberbrunnen Am Helling Archenholdring Autosalon Backwarenkombinat Bahnhof Eisenhüttenstadt Bahnhofstraße Bandstahlkombinat Hermann Matern Berggaststätte Huckel Bergstraße Bernd Kretzschmer Betriebssportgemeinschaft Stahl Bettenhaus Bräustübel Broilergaststätte Busbahnhof Clara-Zetkin-Ring Club Hans Marchwitza Cottbusser Straße Diehloer Berge Diehloer Straße Diesterwegring Eisenhüttenkombinat Ost Eisenbahnbrücke Eisenbahnstraße Eisenwerk Erweiterte Oberschule Clara Zetkin EKO-Eingang EKO-Wache Erich-Weinert-Allee Europakreuzung Fellertstraße Fernsehstörsender auf dem Schierenberg Feuerwache Feuerwehrmuseum Fleisch- und Wurtwarenkombinat Freilichtbühne in den Diehloer Bergen Friedrich-Engels-Straße Friedrich-Wolf-Theater Fritz-Heckert-Straße Fröbelring Fröbelringpassage Fürstenberg an der Oder Fürstenberger Nikolaikirche Gemeindezentrum der Evangelischen Friedenkirchengemeinde General-Walter-Straße Gichtgas Glogower Ring Halbzeitgaststätte Handwerkerhof Hans Marchwitza Hauptpostamt Haus der Parteien und Massenorganisationen Heimattiergarten Heinrich-Heine-Allee Helmut Preißler Herbert Burschik Herbert Härtel Hochofenabstich Holzwolle Hotel Aufbau Hotel Lunik Industriekaufhalle (Indus) Inselfriedhof Inselgaststätte Inselschwimmhalle Inselstadion Intelligenzblock Johannes Hansky John-Schehr-Straße Jugendbrunnen Kaltwalzwerk Kanalfähre Karl-Marx-Straße Karl Mundstock Kaufhaus Magnet Kaufhalle Fix Kernstadt Kiesgruben Klubhaus am Anger Klubhaus Philipp Müller Konverterstahlwerk Kosmos Kurt W. Leucht Ladenband in der Straße des Komsomol Leninallee Löwenstraße Magistralapotheke Malzweg Manfred Sader Marchlewskiring Matthias Steier Maxim-Gorki-Straße Minigolfanlage Medizinische Fachschule Milchbar Milenshafen Mittelganghaus Möbelkaufhaus Nadelwehrring Neuzeller Landweg Neuzeller Straße Normaluhren Matthias Paul aka Paul van Dyk Pawlowallee PA-Zentrum Pionierhaus Pfarrer Heinz Bräuer Platz der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft mit Sowjetischem Ehrenmahl Poliklinik Polytechnische Oberschule Alexander Shulgin Polytechnische Oberschule Alfred Jung Polytechnische Oberschule Erich Weinert Polytechnische Oberschule Friedrich Wolf Polytechnische Oberschule Georgi Dimitrow Polytechnische Oberschule Hans Eisler Polytechnische Oberschule Johannes R. Becher Polytechnische Oberschule Juri Gagarin Polytechnische Oberschule Wilhelm Pieck Obelisk Oderwerft Oderwiesen Oskar Nerlinger Otto Schutzmeister Rolf Henrich Regimekritiker Rudolf Bahro Roter Platz mit Ehrenmahl für die gefallenen Soldaten der Roten Armee Schiwiese mit Sprungschanze Schnellgaststätte Automat Schönfließ in der Niederlausitz Schönfließer Kohlebahnbrücke Schwarzes Luch SG Aufbau Eisenhüttenstadt Siebentagsadventisten Sinteranlage Sonderschule Otto Buchwitz Stadtbibliothek Stadthafenweg Städtisches Krankenhaus Städtisches Museum Stadtwappen Stadtwirtschaft Stalinstadt Straße der Republik Straße der Jugend Straße des Komsomol Süßwarenladen Tamara Bunke alias Tania la guerillera Thälmannstraße Tiergehege Turmrede 1953 Udo Beier Volksbuchhandlung Walter Thräne Walter Womacka Wandbild "Menschliche Entwicklung" Wandbild "Produktion in Frieden" Wandbild "Unser Neues Leben" Wandbild "Weltall Erde Mensch" Warmwalzwerk Werftring Werksiedlung Werner Bauer Werner Viertel Wilhelm-Pieck-Straße Willi Markusch Willi Stamm Wolfgang Müller Wohnkomplexe I Wohnkomplexe II Wohnkomplexe III Wohnkomplexe IV Wohnkomplexe V Wohnkomplexe VI Wohnkomplexe VII Wohnstadt Fürstenberg Wohnstadt des EKO Yachtwerft Zementstraße Zwillingsschachtschleuse
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Freitag, Juni 15, 2007
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Donnerstag, 7. Juni 2007
Liechtenstein in Hütte
Lieber Liechtenstein in Hütte
als eine Hütte in Liechtenstein!
Club Hans Marchwitza präsentiert:
Elektro-Pop mit Friedrich Liechtenstein. Friedrich Liechtenstein agiert als MC zu seinen Stücken und bringt ein paar Geschichten aus seinem Universum mit. Da es sehr tanzbare Stücke sind, ist es angebracht, die Tanzschuhe anzuziehen. Unter www.myspace.com/friedrichliechtenstein gibt es schon einen kleinen Vorgeschmack. Dort findet ihr Musik und ein kleines Interview. Friedrich Liechtenstein ist schwer zu beschreiben, aber er "rockt" ungemein und weiß herzlich zu unterhalten. Er ist viel herumgekommen und ein Sohn unserer Stadt, denn hier wurde er als Hans-Holger Friedrich geboren. Man darf also gespannt sein.
8. Juni 2007
21:00 Uhr
Eintritt: 5,00 EUR
Weitere Infos unter:
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The ALF
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Donnerstag, Juni 07, 2007
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Dienstag, 5. Juni 2007
Der Balkongriller von Hütte
"We eat / and we feed / meat."
The Sausages: Barthleby’s Barbecue
Wir haben Juni 2007 und der Frühling geht nahtlos in den Sommer über. Die Pflanzenwelt erblüht in einem orgiastischen Grünstich, die Tiere spielen Fange und die Menschen zieht es raus an die frische Luft, um den rauchigen Duft von zarten Steaks, fetten Rostbratwürsten oder Fisch, gegrilltem, einzuatmen. Darum freue ich mich auch ganz besonders, den stadtbekannten Balkongriller Hans T. Wurst bei sich auf dem Balkon im Diablogespräch begrüßen zu können. Liegt’s womöglich am Namen..?
Leser: Was haben Sie eigentlich auf der Pfanne, Herr Wurst?
Wurst: Das ist natürlich keine Pfanne, sondern ein mit klassischer Holzkohle befeuerter Gartengrill mit vertikal verstellbarem Rost, den ich mir, bedingt durch die Höhe, die ein Balkon so mit sich bringt, zu einem Balkon- und Terrassengrill umgebaut habe. Auf dem Balkon gibt es nunmal bewegte Luft, da habe ich mir aus verzinktem Stahlblech einen Windschutz angeschweißt.
Leser: Wunderbar. Sie sind ja als Balkongriller in ganz Eisenhüttenstadt bekannt. Ich darf mal aufzählen. Also man kennt Sie im ersten Wohnkomplex, man kennt Sie im zweiten Wohnkomplex, man kennt Sie im dritten Wohnkomplex. Und dann im vierten WK, im fünften und sechsten und, äh, in Fürstenberg.
Wurst: Nicht zu vergessen – in Schönfließ.
Leser: Ach genau, in Schönfließ. Gibt es eigentlich einen Stadtteil, in dem Sie noch nicht gegrillt haben?
Wurst: Nein. Ich habe im ersten Wohnkomplex gegrillt, ich habe im zweiten Wohnkomplex gegrillt, im dritten, im vierten und fünften und so weiter. Auch in Fürstenberg und in Schönfließ habe ich gegrillt. Mittlerweile habe ich auch schon in den Ortsteilen Diehlo und Lawitz auf dem Balkon gegrillt.
Leser: Sie kommen ja richtig rum dabei.
Wurst: Ja. Demnächst kommen Vogelsang und vielleicht Möbiskruge dazu.
Leser: Gibt es dort überhaupt Balkons?
Wurst (lacht): Meines Wissens nicht, nur Terrassen. Doch ich grille ohnehin nur mit einem von mir selbstgebauten Balkon- und Terrassengrill.
Leser: Was war denn Ihr höchstes Balkongrillerlebnis?
Wurst: Das war auf dem Balkon eines elfstöckigen Hochhauses im sechsten Wohnkomplex. Die Schwalben flogen direkt an unseren Köpfen vorbei und als es dunkel wurde, gab es stattdessen Fledermäuse. Wir haben damals dieses Krokodilsfleisch auf den Grill gepackt, welches der Balkonbesitzer – er arbeitete damals auf einer Alligatorenfarm – besorgt hatte. Durch die einsetzende Dunkelheit und wohl auch das einsetzende Dunkelbier lagen die Filets viel zu lange auf dem Rost. Das schmeckte dann alles wie Krokodilsleder. (lacht)
Leser: Wir haben uns ja schon vorab ein wenig unterhalten und Sie haben mir dabei erzählt, wie Sie die Wendezeit empfunden haben.
Wurst: Ja. Plötzlich gab es ein verändertes Warenangebot. Es gab auf einmal verschiedene Grillwurstsorten - und zwar gleichzeitig. Außerdem waren die Grillsteaks oft schon eingelegt oder wenigstens vorgewürzt. Auch die Holzkohle war kein Problem mehr. Geben Sie mir mal Ihren Teller, das erste Steak ist fertig.
Leser: Danke, nein. Ich bin Vegetarier.
Wurst: Wie jetzt? Ach, eine Wurst schadet nix. Wurst ist doch kein Fleisch.
Leser: Aber selbstverständlich ist das Fleisch! Ein Toastbrot, eine Scheibe Toastbrot können Sie mir sehr gern auf den Grill packen.
Wurst: Ich hab da noch eine Putenbrust im Kühlschrank.
Leser: Eine Toastbrotscheibe genügt mir. Und etwas Nudelsalat.
Wurst: Und das soll reichen? Kein Fleisch? Wie soll man denn da satt werden?
Leser: Also ich werde satt.
Wurst: Was denn – nur mit Salat? Das ist doch man alles nur zur Zierde, als Garnitur.
Leser: Es gibt noch wesentlich mehr als nur Salat. Es gibt Gemüse: Kartoffeln und Broccoli und Zwiebeln und Sauerkraut und Rotkohl. Es gibt Getreide: Mais, Haferflocken, Weizen, Gerste, Reis, Amaranth, Dinkel und Buchweizen. Daraus kann man Brot, Kuchen, Teigtaschen, Nudeln, Klöße, Plinse, Gnocchi oder Corn Flakes machen. Man kann Eier essen und Quark, Frischkäse oder alten Gauda. Ananas, Bananen, Äpfel, Birnen, Orangen, Mangos, Papayas, Litschis und Weintrauben. Blau-, Brom-, Erd-, Him- und Heidelbeeren. Tomaten, Paprikas, Karotten, Erbsen, Bohnen, Linsen. Melonen, Gurken, Kürbisse und Zucchinis. Cashews, Mandeln, Erd-, Wal- oder Haselnüsse. Marmelade, Schokolade, Remoulade.
Wurst: Und was ist mit Fisch?
Leser: Ess ich. Salz- und Süßwasserfische. Forellen, Aale und Lachse, Thunfische, Rollmops und Sushi. Und Meeresfrüchte: Schrimps, Muscheln, Kalamari, Algen und Seetang.
Wurst: Dann muss ich das eben alles allein essen. Aber das macht nichts, den Rest kann meine Frau später einfrosten.
Leser: Was macht Ihre Frau?
Wurst: Im Fleischerfachgeschäft arbeiten. Da haben wir uns auch kennengelernt, in dem Laden. Sie ist eine waschechte Fleischerstochter und hat ziemlich früh gelernt, wie man die Wurst in den Darm bekommt.
Leser: So, so. Welchen Tipp können Sie dem Leser zum Abschluss mit auf den Weg geben?
Wurst: Man sollte erst Fleisch auf den Grill legen, wenn die Kohle richtig durchgeglüht ist. Dann schließen sich die Poren sofort und das Aroma bleibt erhalten.
Leser: Ich danke für das Gespräch.
Wurst: Und was ist mit der Toastscheibe?
Leser: Die ess ich jetzt gleich. Haben Sie vielleicht noch etwas Ketchup?
Wurst: Hier haben wir Curry-Ketchup, Senf…
Leser: Den guten Bautzener Senf?
Wurst: Ja genau. Chili-Ketchup, Grillsoße und auch Knoblauchsauce.
Leser: Keinen Werder-Ketchup?
Wurst: Äh, nein.
Leser: Dann den Curry-Ketchup.
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Dienstag, Juni 05, 2007
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Donnerstag, 24. Mai 2007
Vorsprung durch Techno
Dies ist ein dem Thema angemessener Remixartikel. Das bedeutet, dass der ursprünglich verfasste Blogeintrag neu zusammengesetzt und dabei die Reihenfolge der Absätze verändert wurde. Viel Spaß beim Lesen der nachfolgenden Zeilen im Techno-Takt:
INTRO
Einer schlägt einen Purzelbaum.
Der andere hälts für einen Traum,
reibt sich die Augen und glaubt es kaum:
Was hat doch Hütte für ein Glück,
der Technologe Paul van Dyk
kehrt in die Stadt seiner Geburt zurück.
BUMM
Eisenhüttenstadt hat sich seither stark verändert, Paul van Dyk ebenso. Während es in den 1990er Jahren mit der Stadt abwärts ging und die Einwohnerzahlen schrumpften, ging es für PvD steil nach oben und die Zahl seiner Anhänger wuchs. Mittlerweile wurden im Diesterwegring einige Plattenbauten platt gemacht (um mal einen platten Wortwitz einzustreuen). Auch Paul hat die Platte völlig aus seinem Repertoire verbannt. Seine Sets sind digitalisiert und kommen nun von Laptops via Mischpult in die Gehörgänge.
BUMM
Es ist kein Geheimnis mehr: Der DJ Paul van Dyk wird zum Stadtfest im August die Hütte rocken. Damit kehrt der umtriebige Techno-Pionier und Produzent nach über sieben Jahren in seine Heimatstadt zurück, in welcher er 1971 den allerersten Ton vernommen hat. Vom Baby zum Kleinkind - im Diesterwegring des VI. Wohnkomplex' verbrachte er vier prägende Lebensjahre, bevor seine Mutter mit ihm nach Ostberlin zog. Vielleicht führten ja ausgerechnet die frühen Kindheitsjahre in einer fortschrittsgläubigen Stadt noch dazu in den technikbegeisterten 1970er Jahren zu Pauls Interesse an Advanced Electronic Music? Wer weiß, wer weiß.
BUMM
Mittlerweile kann Apostel Paul auf eine riesige Technogemeinde verweisen. Drei Millionen verkaufte Tonträger, regelmäßige Radioshows auf Radio Fritz, Sunshine Live und Sirius (New York), sowie gigantische Live-Auftritte, bei denen er locker mal 30.000 Menschen (Sylvester 2006: L.A. Sports Arena) zum Zappeln bringt, belegen seine weltweite Popularität. An dem eigentlichen Geburtstag der Stahlstadt, dem 18. August, weilt PvD in New York City, wo er seinen alljährlichen Gig im Central Park absolviert. Ich bin ja gespannt, was auf dem Stadtfest so abgehen wird. Mit ziemlicher Sicherheit wird er dort auch etwas aus seinem aktuellen Album IN BETWEEN das im August 2007 erscheinen soll, zum Besten geben. Ich wäre ja echt scharf auf ein kleines Interview für dieses Logbuch. Mal sehen...
BUMM
Der Fall Paul van Dyk belegt, dass aus einem Hüttenstädter durchaus etwas werden kann, wenn er nur rechtzeitig diese Stadt verlässt. In Ostberlin begeisterte sich Matthias Paul - wie er eigentlich heißt - für die aufkommenden elektronischen Sounds der 1980er, allen voran Depeche Mode und New Order, für die er mittlerweile auch schon den einen oder anderen Remix gebastelt hat. Im März 1991 - mit 19 Jahren - legte er das erste Mal im Berliner Technoschuppen Tresor auf. Nachdem er den Tresor geknackt hatte, setzte er das E-Werk unter Strom und elektrisierte nach und nach eine zunehmende Schar Tanz- und Hörwilliger.
Coda: Die Überschrift ist selbstverständlich an den fast schon sprichwörtlichen Audi-Slogan "Vorsprung durch Technik" angelehnt, der wiederum von der Dyk-Compilation VORSPRUNG DYK TECHNIK als auch schon von U2 in deren Albumopener ZOOROPA zitiert wurde: "Zooropa...Vorsprung durch Technik / Zooropa...be all that you can be / Be a winner / Eat to get slimmer."
HDR-Foto: zickenines (flickr)
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The ALF
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Donnerstag, Mai 24, 2007
Labels: Berlin, Eisenhüttengaudi, HDR, Hüttenstadtpop, Kinder der Stadt, Lin den Alley, Paul van Dyk, Poesie
Dienstag, 24. April 2007
Die Blogschrift der Anderen
Erstens kommt immer alles anders; und zweitens als man denkt. Eigentlich hatte ich vor kurzem den Grabgesang für das Logbuch Stahlinstadt angestimmt, doch dann kam eins zum anderen und statt übler Nachrede vernahm ich hier und dort nur wohlmeinende Nachrufe.
Vor allem Ben, der Blogbuster Keaton von nebenan, redete mir via Kommentar ins Gewissen, in dem er mich auf einen zeitgleich zu meiner Quasi-Beerdigung erschienenen Webeintrag der Readers Edition zum Thema "Placeblogs: Regional-, Stadt-, Lokal- und Kiezblogs" aufmerksam machte, der das Logbuch lobend erwähnte:
"Eisenhütten-wer? Die auf dem Reißbrett der DDR entworfene Industriestadt an der polnischen Grenze ist nicht hip, jung oder modern. Aber dafür kreativ. Das beweisen die Autoren der Seite eindrucksvoll. Ein sehr schönes Blog, nicht überladen, Qualität der Fotos: sehr gut."
So eine lobende Erwähnung geht einem doch runter wie Speiseöl. Da müssen sich wohl ALF und ich zusammenreißen und wie ein einziger Mann gemeinsam agieren. Also geht es doch weiter. Demnächst in diesem Kino. Desweiteren wurde auch das Stadtblog Frankfurt (Oder) - Hart an der Grenze des befreundeten Kiezbloggers Frank Furt-Oder besprochen:
"Wer hätte das gedacht? Kultur pur aus Frankfurt/Oder. Dabei lässt der Untertitel “Hart an der Grenze” eher auf anstößige Bilder denn auf historische Querverweise schließen. Aber hier geht es tatsächlich um Menschen wie den Expressionisten Gottfried Benn, Ingenieur Gerhard Neumann und, in kritischer Distanz, Nazi-Admiral Karl-Jesko von Puttkamer. Ach ja, das Blog ist hübsch gestaltet, es gibt auch Videos."
Da wird sich Herr Furt frisch und fröhlich freuen, wenn er das liest. Nur hat sich der Bursche wohl Frank und frei genommen und seit langem nichts mehr bewerkstelligt. Der letzte Eintrag stammt vom Valendienstag 2007, ein Verweis auf einen "demnächst" erscheinenden Artikel über den Comic-Künstler Georg Barber aka Atak, der aus Frankfurt stammt. Wie lange müssen wir denn da noch warten?
Nur ein in meinen Augen höchst wertvolles und auch sehr reges Stadtblog haben die lieben Autoren des Beitrages der Readers Edition leider vergessen: das Eisenhüttenstadt-Blog. Wie konnte dieser Lapsus nur geschehen? Bitte unbedingt in einer Nachbesprechung würdigen. Danke!
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Andi Leser
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Dienstag, April 24, 2007
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Sonntag, 1. April 2007
Ende gut - alles gut!
Frühling naht, von früh bis spat! Während sich die Natur in die nächste Runde des evolutionären Rennens stürzt, um mit neuen Mutationen die Aufgaben der Zukunft zu meistern, finden andere Dinge ihr Ende.
Am 28. März 2006 kam euer geschätzter Andi Leser auf die glorreiche Idee, der weltweiten Leserschaft und sich selbst eine Bloghütte zu zimmern, an deren Holzwände unregelmäßig Notizzettelchen über die Eisenhüttenstadt gepostet werden sollten. Im April gab es den ersten Eintrag und kurz darauf den Hinweis, dass es doch schon ein Hütte-Blog gibt. So ist die Postmoderne: Auf jede Idee, die man hat, sind bereits x andere gekommen! Und das auch noch zeitnah!
Nach einem Jahr des Schreibens für und wider den Wahnsinn einer Kleingartenstadt endet das Projekt Logbuch Stahlinstadt. Alles, naja, beinahe alles, was ich zur Eisenhüttenstadt zu sagen hatte, habe ich gesagt. Von nun beschwöre ich die Kraft der Stille und meine damit keinesfalls die Friedhofsstille, die sich so manches Mal über der "ersten sozialistischen Stadt auf deutschem Boden" herabzusenken scheint...
Macht es gut und weint ordentlich, das reinigt die Augen! Zum Abschied gibt es wieder mal eines der farbenfrohen Flickr-Bilder unserer Fotofreundin Zickenines.
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Andi Leser
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Sonntag, April 01, 2007
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Dienstag, 16. Januar 2007
Eisenhüttengaudi
Während der von Fast Food begeisterte MC und Burger-Brater Donald in Funk+Fernsehen aktuell sein Hüttengaudi reklamiert, welches als serviertes Mahl auch dieses Mal nicht so aussieht wie auf den beworbenen Bildchen, denkt die werte Leserschaft des Logbuch Stahlinstadt hierbei selbstverständlich wieder nur an das Eine: Eisenhüttenstadt.
Bald beginnt sie wieder, die närrische Zeit, und die Stahlarbeiterstadt startet mit dem Hissen der Arbeiterfahne auf der zugigen Spitze von Hochofen VI ihr eigenes Eisenhüttengaudi. Wenn auch das Wetter mitspielt, greift Bürgerbrater Rainer Warner zur Gitarre und die Rathaus-Angestellten fangen an zu zittern, d.h. sie begleiten ihn auf der Zitter. Statt Schupfnudelpfanne gibt es in der Linsenallee Schubsnudelpfanne, zu der eigens Feindschmecker aus Bürstenhalde, Phrasewalk in der Zuckermark und Krankfurt an der Oder anreisen. Sogar aus Annaberg-Nudelholz, Begreifsbald und Rohrstock werden verwirrte Gäste angekarrt.
Noch ist das Eisenhüttengaudi ein Geheimtipp in der Brandenburger Landschaft, doch schon bald, so wird geschunkelt, soll diese Feierlichkeit das Stattfest im August besuchermäßig überflügeln. Bei Schneefall wird gerodelt, bei Ausbleiben desselbigen gejodelt. Ein besonderes Highlight stellt in diesem Jahr die Vier-Chancen-Tournee dar, bei der man in vier Versuchen versuchen kann, von einem Ami-Schlitten auf einen Rodelschlitten umzusteigen, bei voller Fahrt natürlich. Bei eintretenden Kopfverletzungen gibt es Kopfsteinpflaster. Im abendlichen Ausklang trifft sich dann alles am Hochofen und wärmt sich beim Verheizen der letzten Stasi-Akten am prasselnden Feuerchen.
p.s.: Wer mitfeiern möchte, gibt Bescheid. Ich hol euch mit dem Traktor ab.
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The ALF
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Dienstag, Januar 16, 2007
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