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Donnerstag, 7. September 2006

Hütte bei Nacht

Um Mitternacht, wenn der letzte Regionalexpress aus Cottbus den Bahnhof Eisenhüttenstadt in Richtung Frankfurt an der Oder verlässt (genaue Abfahrtszeit 0:03 Uhr), sieht es dort so aus: keine Menschenseele, nur die Leuchtstoffröhren röhren (zum Vegrößern aufs Bild klicken). Wer doch noch den Drang verspürt, möglichst schnell die Stadt zu verlassen, hat Pech gehabt - der nächste Zug geht erst wieder um 4:26 Uhr, und zwar nach Cottbus (Ankunft 5:22 Uhr), oder um 4:29 Uhr, diesmal in Richtung Magdeburg (Ankunft 7:54 Uhr). Bis dahin muss er/sie frierend auf einer Bank ausharren, oder sie/er überlegt es sich noch einmal anders und lässt sich von den Leuchtstoffröhren heimleuchten.

1 Kommentar:

  1. Und im Frühling (zur Brunft) hört man hier sogar Hirsche Leuchtstoff röhren.. Das ist nicht unerwünscht, tätowieren sich doch viele junge Damen der Stadt ein stadtliches/stattliches Geweih an eine brunftspezifische Körperstelle, die tatsächlich bei den meisten auch Jahr für Jahr um ein ganzes Ende wächst.

    Die Herren dagegen tragen selten solche Geweihe, was beweist, dass Frau und Hirsch zusammen gehören. (Es heisst ja auch "horny".) Oder handelt es sich gar um den verborgenen Wunsch nach rotwilder Transsexualität?

    Über dieses und noch viel mehr kann man grübeln, wenn man Letzter am Bahnhof ist. (Und wieder keinen Anschluss findet..)

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