Selbst-Anzeige

Freitag, 28. September 2007

Wochenende der Aktivisten

Am Samstag wird Franciska Zólyom vom Institute for Contemporary Art aus dem ungarischen Gegenstück zu Eisenhüttenstadt, Dunaújváros (Donau-Neustadt, ehemals Sztálinváros, d.h. Stalinneustadt), über eine "Stadt ohne Zentrum" sprechen. Der Vortrag ist dann auch der letzte im Rahmen des Futurologischen Kongresses.

STADT OHNE ZENTRUM
Ort: Aktivist in Eisenhüttenstadt, oberster Stock
Zeit: 29.9.2007 um 17:00 Uhr

Am Sonntag gibt es dann ab 14:00 Uhr die letzte der insgesamt vier Irre Führungen in Eisenhüttenstadt. Motto diesmal: "DER AKTIVISTEN ERSTE RUNDE. Vom Aktivist zur Aufbausportplatz und hoch zum Huckel und Rosenhügel." Der absolute Höhepunkt wird dann mit der Rückkehr am Ausgangsort erreicht, wo der Futurologenkongress in einem Abschlussfest kulminiert: Bei 27 Mitwirkenden und 36 Auftritten ergibt das ein Programm unterschiedlicher Gesten und Handlungen, inklusive Tanz, Applaus und Musik von The Dirty Tones. Also, wer Organisator Thomas Neumann oder Fahnenmädchen Beatrice Jugert oder Zuckerschnute Christiane Büchner oder Peter K. Koch kennenlernen möchte, der ist willkommen!

TAG DES AKTIVIST
Ort: Aktivist, Karl-Marx-Straße 54
Zeit: 30.09.2007, 12-24 Uhr
www.kongressderfuturologen.de
~

Donnerstag, 27. September 2007

Ente gut, alles gut!

Im Rahmen der jüngsten Irre Führung durch Eisenhüttenstadt wurden Andi, Ben und unsere Gruppe von einem kleinen gelben Watschelentchen begleitet. Hier die Impressionen des kleinen Federviehs vom gemeinsamen Stadtrundgang am 23. September 2007.

Unser Watschelentchen erfreut sich der bunten Blumenpracht am gepflegten Gartenfließ in der Diehloer Straße. Ebenso erfreut zeigten sich ein paar Senioren, die auf halbnackte Schönheiten aus Bronze starren und sich der Körperlichkeit ihrer Jugend erinnerten.

Zu Besuch bei den lieben Verwandten: Watschel vergnügt sich gemeinsam mit einer tauben Taube auf den anmutigen Händen zweier junger Damen. Warum haben die nur solche versteinerten Gesichter? Wurden sie etwa zu Unrecht gesteinigt?

Wo bin ich da wohl gelandet? fragt sich unser Watschel hier. Was von weitem aussah wie ein zum Landen ausgestreckter Finger, entpuppte sich als etwas ganz anderes. Obwohl: man könnte es aufgrund seiner dürftigen Maße auch als elften Finger eines Mannes bezeichnen.

Fotos: ehst.tick

Mittwoch, 26. September 2007

Das Neue China

"Sodann schilderte der Japaner Hayakawa die neue, in seinem Lande entwickelte Hausform der Zukunft: achthundertstöckig, mit Gebärkliniken, Kinderkrippen, Schulen, Kaufläden, Museen, Tierparks, Theatern, Kinos und Krematorien. Der Entwurf umfasste unterirdische Lagerräume für die Asche der Verstorbenen, vierzigkanäliges Fernsehen, Berauschungs- und Ausnüchterungszellen, turnsaalähnliche Hallen für Gruppensexbetrieb (der Ausdruck fortschrittlicher Gesinnung seitens der Entwerfer) sowie Katakomben für unangepasste Subkulturgruppen. Einigermaßen neu war der Gedanke, jede Familie solle jeden Tag aus der bisherigen Wohnung in die nächste übersiedeln…" (Stanislaw Lem: Der futurologische Kongress, S. 24)

Was in Japan noch Utopie ist, wird in China demnächst Biotop. Bei Shanghai, Shenzhen und Peking-Bejing bauen internationale Architekten ganze Städte neu. Mehrstöckige Wohnsilos stehen dicht an dicht und kämpfen um Licht. Straßenbänder schlängeln sich als Lichtschächte mitten hindurch und schaffen mit ihrer überdimensionierten Weitläufigkeit den Fußgänger ab. Lobenswert: So gemütlich kann moderne Architektur sein. Aus dem Fußvolk werden Kraftfahrer, aus Ackerland wird Betonwüste.

Dies erfuhren der hochgelarte Ben KDN und der wissbegierige Andi LSR im Anschluss an ihre dritte Irre Führung (Motto: Der lange Trott zur Schule) anhand eines Vortrages im Aktivist: Das Neue China von Stadtplaner Eduard Kögel, Forschungen zur Urbanisierung in China. Wieder im Rahmen des Kongresses der Futurologen.

Was sind denn Futurlogen? belauschte ich neulich zwei ältere Damen. Was, Fotologen? - Nein, Fu-tu-ro-logen. - Hm, keine Ahnung.

Futurologie ist die Lehre von der Zukunft. Wenn die Zukunft zur Vergangenheit wird, werden Futurologen zu Historikern. Wie Lems Weltraumfahrer Ijon Tichy, der als Folge des Achten Futurologischen Kongresses für einige Zeit eingefroren wird und sich wie H.G.Wells‘ Schläfer Graham nach seiner Neubelebung nur wundern kann:

"Zu meiner Zeit hat niemand vorherzusehen vermocht, dass Rechenanlagen von einem bestimmten Intelligenzgrad an unzuverlässig werden, da sie mit der Vernunft auch Schlauheit erwerben. Eine blöde, zur Selbstbesinnung nicht fähige Maschine tut, was ihr aufgetragen wird. Eine gewiefte erkundet vorerst, was weniger mühsam sei: das Lösen der empfangenen Aufgaben oder aber der Ausweg durch ein Hintertürchen. Der Sicker ist ein Roboter, der als Mensch auftritt und in menschliche Kreise gleichsam einsickert. Simtepp ist ein Computer, der Schwachsinn simuliert, um unbehelligt zu bleiben." (S. 81)
~
Foto: ehst.tick (c) flickr.com
~

Dienstag, 25. September 2007

Am, um und im Krankenhaus Eisenhüttenstadt

Bis zum Sonntag noch tagt der Kongress der Futurologen im Aktivist in der Karl-Marx-Straße zu Eisenhüttenstadt. Zur literarischen Untermalung desselben zitiert euer ergebener Erzähler Andi Leser in unregelmäßigen Abständen aus Stanislaw Lems Buch "Kongres futurlogiczny" vom November 1970. Diesmal berichtet Ijon Tichy von seiner Wiederbelebung aus dem Krankenhaus. Selbigem haben Ben und ich am Sonntag im Rahmen der Irren Führungen ebenfalls einen Besuch abgestattet.

Auf dem Krankenhausgelände war ordentlich was los: ein internationales Kinderfest. Ein langer Lulatsch stolzierte auf seinen Stelzen durch die Menge, Kuchen flogen in geöffnete Münder, Kinderlachen zerriss die Luft. Doch hier wird Ijon Tichy das Wort erteilt:

"Meine Neubelebung soll drei Wochen erfordert haben. Es gab da Schwierigkeiten. Ich sitze im Bett und schreibe. Mein Zimmer ist tagsüber groß und abends klein. Alle Leute sind groß und hübsch und lächeln immerzu. Ich bin schwach, launisch wie ein Kind, alles stört mich. Heute nach der Injektion stieß ich die Nadel ins Sitzfleisch der Oberschwester. Ich bekomme die Kinderzeitung. Aus Versehen?" (S. 64)
~
Foto: ehst.tick (c) flickr.com
~

Donnerstag, 20. September 2007

Ohne Schmusium und Glaubsalz unterwegens

Derzeit tagt für einen Monat der Kongress der Futurologen in der vormaligen HOG Aktivist in der Karl-Marx-Straße zu Eisenhüttenstadt. Zur literarischen Untermalung desselben zitiert euer ergebener Erzähler Andi Leser in unregelmäßigen Abständen aus Stanislaw Lems Buch "Kongres futurlogiczny" von 1972. Dieser phantastische Roman muss unter dem Eindruck einer Reise des polnischen Autors ins nichtsozialistische Ausland und die Niederschrift nach dessen Rückkehr erfolgt sein, denn es hagelt zeitgenössische Anspielungen und fortschrittsgläubige Zukunftsfantasien, dass das Dach undicht wird: freie Liebe, befreite Literatur, Militärdiktaturen, Terroristen, Medikamentengläubigkeit, Psychedelica, seltsame Moden, ...

Im Folgenden dreht sich alles um die vielfältigen Möglichkeiten der Psychemie, der Wissenschaft von der Beeinflussung der Psyche durch Chemikalien. So gibt es Gutstoffe und Wutstoffe. Zur ersten Kategorie gehören Verbrüderungsdrogen wie Altruisan, Benefizil, Edelpassionat, Euphorasol, Felixol, Hedonil und Schmusium. Zur zweiten gehören zornerregende Stoffe, die bei einem Austausch der Hydroxylgruppen durch Amidgruppen entstehen und Namen wie Aggressium, Amokniak, Frustandol, Furiasol, Prygelin, Rabiat, Sadin und Trampelin tragen. Mit Konstruktol und Urbaphantomat bauen Architekten ganze Städte in ihrer Einbildung; Poesin, Lyratran und Sonettal führen zum Verfassen fiktiver Dichtwerke.

Auch Wissen wird mittels Pillen und Pülverchen vermittelt: Arguminze, geläutertes Glaubsalz, Kaltwasser, Multiplikol. Religion ebenso: Christine und Antichristine, Buddhol, Gnadenstuhlzäpfen, Sakral und Theodizina. "Es gibt ein Mittel namens Duettin. Dieses spaltet die Persönlichkeit entzwei, und der Mensch diskutiert dann mit sich selbst über ein beliebiges Thema (das durch ein gesondertes Fertigpräparat festgelegt wird)." (S. 79)

Und es gibt die Echter, zum Beispiel Authental: "Es erzeugt synthetische Erinnerungen an niemals erlebte Geschehnisse." (S. 78) Gehirnputzer wie Amnestan und Mnemolysol regen hingegen das Vergessen überflüssigen Wissens und unangenehmer Erinnerungen an.

Die vom Eisenhüttenstadt-Blog und Logbuch Stahlinstadt veranstaltete Irre Führung im Rahmen des Futurologen-Kongresses findet jedoch wirklich und nicht chemisch statt und ist diesmal am Sonntag (23.9. - Herbstbeginn!). Oberthema bleibt natürlich Eisenhüttenstadt, das untergeordnete Thema heißt "DER LANGE TROTT ZUR SCHULE. Ein Marsch, der sich an den Schulgebäuden I-VII der Planstadt (Bildungsweg eines verhaltensauffälligen Schülers) orientiert."

Treffpunkt: 14:00 Uhr im Foyer der HOG Aktivist

Foto: ehst.tick (c) flickr.com
~

Freitag, 14. September 2007

Catch 22 in Hütte

Derzeit tagt für einen Monat der Kongress der Futurologen in der vormaligen HOG Aktivist in der Karl-Marx-Straße zu Eisenhüttenstadt. Zur literarischen Untermalung desselben zitiert euer ergebener Erzähler Andi Leser in unregelmäßigen Abständen aus Stanislaw Lems Buch "Kongres futurlogiczny" von 1972. Dieser phantastische Roman muss unter dem Eindruck einer Reise des polnischen Autors ins nichtsozialistische Ausland und die Niederschrift nach dessen Rückkehr erfolgt sein, denn es hagelt zeitgenössische Anspielungen und fortschrittsgläubige Zukunftsfantasien, dass das Dach undicht wird: freie Liebe, befreite Literatur, Militärdiktaturen, Terroristen, Medikamentengläubigkeit, psychedelische Drogen, seltsame Moden, ...

Den deutschen Schriftsteller Siegfried Lenz verleitete die Lektüre seinerzeit zu der Aussage, es handele sich bei diesem Roman um "eine Ausbesserung der Weltgeschichte oder sogar um eine Neufassung dieser Welt". Kauft dieses Buch und lest! Direkter kann man es nicht sagen.

"Unten in der Halle wimmelte es von Futurologen. Sie gingen zur Eröffnungssitzung [...] Über dem Podium prangte eine bekränzte Tafel mit der Tagesordnung. Den ersten Punkt bildete die urbanistische Weltkatastrophe, den zweiten die ökologische, den dritten die atmosphärische, den vierten die energetische, den fünften die der Ernährung, dann sollte eine Pause folgen. Technologische, militärische und politische Katastrophe sowie Anträge außer Programm waren für den nächsten Tag vorgesehen. [...]

Stanley Hazelton aus der Abordnung der USA schockierte sofort das Auditorium, denn er wiederholte nachdrücklich: 4, 6, 11 und somit 22; 5, 9, ergo 22; 3, 7, 2, 11 und demzufolge wiederum 22!!! [...] Ich suchte im Text seines Referates den Codeschlüssel und entnahm ihm, daß die Zahl 22 die endgültige Katastrophe bezeichnet." (Lem, Der futurologische Kongreß, S. 23/24)

Bitte denkt an die IrreFührung morgen ab 14:00 Uhr! Treffpunkt ist das Foyer des Aktivist in Eisenhüttenstadt. Das Motto diesmal: VOM WERKSEINGANG ZUM KRANKENHAUS - Heimweg eines EKO-Arbeiters.
~
Foto: ehst.tick (c) flickr.com
~

Mittwoch, 12. September 2007

Futurologen können kein Wässerchen trüben

Derzeit tagt für einen Monat der Kongress der Futurologen in der vormaligen HOG Aktivist in der Karl-Marx-Straße zu Eisenhüttenstadt. Zur literarischen Untermalung desselben zitiert euer ergebener Erzähler Andi Leser in unregelmäßigen Abständen aus Stanislaw Lems Buch "Kongres futurlogiczny" von 1972. Dieser phantastische Roman muss unter dem Eindruck einer Reise des polnischen Autors ins nichtsozialistische Ausland und die Niederschrift nach dessen Rückkehr erfolgt sein, denn es hagelt zeitgenössische Anspielungen und fortschrittsgläubige Zukunftsfantasien, dass das Dach undicht wird: Freie Liebe, befreite Literatur, Militärdiktaturen, Terroristen, Medikamentenglaäubigkeit, psychedelische Drogen, ...

Den deutschen Schriftsteller Siegfried Lenz verleitete die Lektüre seinerzeit zu der Aussage, es handele sich bei diesem Roman um "eine Ausbesserung der Weltgeschichte oder sogar um eine Neufassung dieser Welt". Kauft dieses Buch und lest! - direkter kann man es nicht sagen.

Die Geschichte speist sich aus den Erinnerungen des Weltraumfahrers Ijon Tichy, der am achten Weltkongress der Futurologen teilnimmt. Dieser findet in dem erfundenen mittelamerikanischen Militärstaat Costricana in einem wolkenkratzenden Hilton-Hotel statt. Nachfolgend wird die Mär vom LSD im Trinkwasser aufgenommen, welche aus den 60ern stammt und auch schon bei den Simpsons Verwendung fand (Marge: "Die in Shelbyville haben uns immer gedroht LSD ins Trinkwasser zu kippen, aber sie haben sich das nie getraut."):

"Die versalzenen Salate hatten mich sehr durstig gemacht [...] Ich beschied mich mit einem Glas Leitungswasser. Kaum hatte ich ausgetrunken, da erlosch im Bad und in beiden Hotelzimmern das Licht. Und welche Telefonnummer ich auch wählte, ich wurde stets mit einem Automaten verbunden, der das Märchen vom Aschenputtel erzählte. [...] Mir war vergnügt zumute, schlechtweg köstlich. Im Nu konnte ich Unmengen von Argumenten zum Lob der eingetretenen Sachlage aufzählen. Ferner verspürte ich den übermächtigen Wunsch, dem erstbesten Mitmenschen die Haare zu streicheln oder zumindest seine Bruderhand zu drücken und ihm dabei tief in die Augen zu schauen. Dem grimmigsten Feind hätte ich die Wangen abgeschmatzt. [...]

Mein Geist spaltete sich seltsam entzwei. Weiterhin erfüllte ihn abgeklärte Helligkeit, allumfassendes Wohlwollen; die Hände aber waren so begierig, irgendwen zu liebkosen, dass ich aus Mangel an außenstehenden Personen mir selbst sacht die Wangen zu streicheln und neckisch die Ohren zu zupfen begann; auch reichte ich viele Male die rechte Hand der linken, um beide kräftig zu drücken. [... ] 'Da stimmt was nicht!' - rief in mir eine ferne schwache Stimme."

Das war's vom Mars!

Foto: ehst.tick
~

Dienstag, 11. September 2007

Ein Bericht zur ersten Irren Führung

"Zukunft jetzt! Der Kongress der Futurologen tagte das erste von vier Wochenenden und wir sind glücklich, sagen zu können: Wir waren dabei. Damit sind wir Teil einer kleinen Elite der Plan- und Zukunftsstadtbewohner, denn den Großteil derer, die am Wochenende in Eisenhüttenstadt war, zog es mehr zu Roland Kaiser, Gaby Baginsky und dem Hoffest der EWG, das Schwein am Spieß und Bier vom Faß und gute Laune von der Stange bot."

Wer den vollständigen Marschbericht unserer ersten Irren Führung vom Samstag (Motto: "Diesseits und jenseits des Kanals") nachlesen möchte, der klicke bitte ins eigens dafür eingerichtete Logbuch zur Stadtführung - und zwar auf den Beitrag mit der Darüberschrift "Der Kanaletto-Marsch". Es lohnt sich!

Die nächste Führung findet am kommenden Samstag um 14:00 Uhr statt. Treffpunkt ist natürlich das Hauptquartier der Kongressfuturologen, die ehemalige HO-Gaststätte AKTIVIST.
~
Foto: ehst.tick
~

Mittwoch, 5. September 2007

Apfelgalerie

Seit dem 1. September diesen Jahres können die Hauptstädter vier Bilder des Eisenhüttenstädter Surrealisten Matthias Steier vor Ort betrachten. Zur Eröffnung der Apfelgalerie in der Goltzstraße 3 in Berlin-Schöneberg hat die Apfelgaleristin & Entrepreneuse Caty Schernus unter anderem Bilder von Matthias Steier in ihren Obst- und Gemüseladen gehängt, wo es neben seltenen Apfelsorten eben auch Bilder zu sehen und zu kaufen gibt.

Hierbei handelt es sich verständlicherweise um Aquarelle, bei denen sich Steier von der Apfelmuse hat inspirieren lassen, denn auf jedem von ihnen sind Äpfel oder Apfelhälften zu sehen. So spielt ein Bild aus dem Jahr 2002, welches zwei Pferde auf einer gigantischen Apfelhälfte zeigt, mit der wortspielerischen Assoziation "Apfelschimmel".

Das Bild des Frankfurters Daniel Sandke ist ähnlich wortspielerisch angelegt. Es trägt den Titel "Made in Universe" und zeigt eine Handvoll Maden, die durchs Universum gleiten. Diese Weltraumraupen sind gerade dabei, einen neuen und apfelartigen Planeten zu besiedeln (siehe Bild unten).

Alle ausgestellten Bilder können käuflich erworben werden. Das zuoberst abgebildete Bild "Pocahontas, Häuptling Red Cloud und eine nichtgenanntwerdenwollende Person" (2001) hängt leider nicht aus und ist demzufolge nicht erhältlich.

weiterführende Links:
- Apfelgalerie: www.apfelgalerie.de
- Schaltzeit-Blog: Von der Apfel-Muse geküsst
~
Repros: Andi Leser

Montag, 3. September 2007

Große Runde durch die Wohnkomplexe

Am kommenden - also an diesem und nicht am nächsten - Samstag (8.9.) ist der Auftakt der als Irre Führungen betitelten Reihe einer alternativen Stadtbegehung. Los gehts um 14:00 Uhr an der "HOG Aktivist". Das Motto der Initialzündung lautet schlicht: "DIESSEITS UND JENSEITS DES KANALS - Große Runde durch die Wohnkomplexe". Es wird sich hierbei weniger um eine Stadtführung im klasssichen Sinne handeln, bei der die Teilnehmer von einem Stadtführer an die Hand genommen, mit wahren oder weniger wahren Ortsmythen gefüttert werden und somit in die passive Rolle des Konsumenten zurückfallen.

Vielmehr handelt es sich bei den Irre Führungen um eine begleitete Stadtbegehung, bei der die Teilnehmer selbst zu Akteuren werden, die eine fremde Stadt mit eigenen Augen entdecken und darüber einen Diskurs entspinnen. Wünschens- und lobenswert wäre die Mitnahme einer Digicam bzw. Fotoapparates, da eine Auswahl der vor Ort gemachten Fotos im Anschluss an die Führung im Internetz präsentiert werden soll. Portal für die eingestellten Fotos ist das gleichnamige Weblog unter http://stadtfuehrung.huettenstadt.de.

Die Irre Führungen sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Eisenhüttenstadt-Blog und des Logbuch Stahlinstadt, welche im Rahmen des Kongresses der Futurologen in Eisenhüttenstadt Eisenhüttenstadt finden wird.

irreführende Links:
- Stadtführung Eisenhüttenstadt: Termine
- Kongress der Futurologen: Programm

Foto: flickr (c) ehst.tick
~