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Donnerstag, 4. Januar 2007

Sex in the City - geil!

Brustbild

Da hat mein Blognachbar Ben Kaden mich doch aufgrund meines Eintrages von gestern als "gerade irgendwie übererotisiert wirkende Leser-Kanone" bezeichnet. Und das nur, weil mich Eisenhüttenstadt so geil macht. Ihn aber auch. Man(n) macht sich ja so sein Gedanken, und ich habe gemerkt, warum diese an sich so öde Stadt mir wie Liebstöckel oder Sellerie auf die Libido haut. In Wahrheit ist die "erste sozialistische Stadt auf deutschem Boden" ein reines Sündenbabel, ein zweites Sodom, wie es die gleichnamige EP der einheimischen Band Dirt ja schon andeutet - jawohl!

Kein Wunder: Überall, wohin das Auge auch blickt, sind stehende, sitzende oder gar liegende Damen aus Bronze oder in Stein zu sehen. Die Frau als Lustobjekt bestimmt das Stadtbild, könnte man meinen. Mit nur wenig Fantasie ist der aufrecht in den Himmel ragende Obelisk auf dem Platz des Gedenkens als ein Phallussymbol auszumachen. Sogar äußerst feinsinnig in die Architektur wurde die sublime Anzüglichkeit eingearbeitet, sehen doch die Lampenschalen der Punkthochäuser in der Magistrale bei gedämpfter Straßenbeleuchtung wie pralle Brüste aus, die nur darauf warten, dass ihnen an den Nippeln das Licht angeknippst wird. Und da soll man als hungriger Leidwolf ganz ruhig bleiben und seine Drüsen beherrschen? Nein, der Feind ist stärker, übermächtig gar, denn hier arbeiten Architektur, Kunst und Natur Hand in Hand.

Meisterlampe

1 Kommentar:

  1. Doctor Albern-Martin3:43 nachm.

    Sollte Roland Rother, Schöpfer des obigen Torsos, tatsächlich schon seinerzeit mit den Fantasien aus Andrew Parsons "Silicone Valley Dolls" vertraut gewesen sein?:

    "Es ist wahrm sie hatte der Vergrößerung zugestimmt, aber sie hatte angenommen, daß dies der perfekte Aufhänger für ihre Story sein würde und die Vergrößerung höchstens ein paar Zentimeter ausmachen würde. Genau die Perfektion der Form, die man auch mit einem gepolsterten BH erreichen konnte, aber sie hatte Schwierigkeiten, eine Vergrößerung von gleich 40 Zentimeter zu akzeptieren. Sie besaß jetzt einen Brustumfang von 130 cm und eine entsprechende Körbchengröße." (S.22)

    "Plötzlich wurde sich Libby einer Bewegung in ihrer Umgebung bewußt. Wie eine Rinderhälfte in einer Kühlkammer hing sie in einem Stahlrahmen und wurde so in den Salon gerollt." (S. 94)

    "Nach einigen Tagen hatte eine betäubende Droge ihre Arme gefühllos gemacht, was ein sorgfältiges Amputieren ermöglichte, wobei die Glieder entsprechend gelagert wurden, um sie später, falls gewünscht, wieder einsetzen zu können. Die Torsos heilten schnell, die Schultern rund und glatt, wo sich einst die Gelenke befunden hatten. Waren sie einmal ohne Arme, so war keine Fesselung mehr nötig.." (S. 96)

    "Aber seine stillen Sklavinnen hatten noch einen anderen Zweck zu erfüllen, als ausgefallene Dekoration zu sein. Mittels einer Winde über dem Bett konnte man die beiden aus dem Rahmen nehmen und Seite an Seite auf das Bett legen. Dort standen sie dann dem Doktor für unbegrenzten Gebrauch zur Verfügung. Er konnte es sich auf ihren Brüsten bequem machen und sich von den Strapazen des Tages ausruhen." (S. 98)

    Das ist sicher unwahrscheinlich, denn das Buch erschien erstmalig 1997, wogegen das Stahlrahmenobjekt ein Ergebnis des 3. Metallurgieplenairs ist, welches bekanntlich 1988 ausgerichtet wurde. Entsprechend handelt es sich vermutlich nur um eine profane germanische Fruchtbarkeitsgöttin. Jede andere Interpretation, und sei sie den eingefleischten Fetischisten unter uns noch so willkommen, ist nicht akzeptabel.

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