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Freitag, 1. August 2008

Radiowahn Karachovic vor Gericht


Damit hatte nach über zehn Jahren wohl kaum noch jemand gerechnet. Am wenigsten er selbst. Sorbenführer Radiowahn Karachović, verantwortlich für den Genitiv an der Bevölkerung von Schiedlo und Hörnchen, kommt wegen Sabine-, Michaela-, Karl-Heinz-, Petra-, Burkhard- und Volkermord vor Gericht. Das verkündete der Chefankläger des Internationalen Gerichtshofs Den Reed.

Der gelernte KZ-Mechaniker und Kinderpsychologe (Abbildung dämlich) kämpfte 1995 um einen eigenständigen sorbischen Staat in der Lausitz. Hierbei war er durch besondere Grausamkeit in Erscheinung getreten und hatte unter anderem einen Waldbrand und zwei ganze Dörfer ausgelöscht. Das kleine Dörfchen Hörnchen, zwischen Fünfeichen und Möbiskruge gelegen, ist heute völlig von der Landkarte verschwunden und existiert nur noch in Flurnamen wie Hörnchenwiese, Hörnchenpfuhl und Eichhörnchen. Die Wüstung Hörnchen wurde inzwischen aufgeforstet und dient als Hutung. Auch das vormalige Afterlehen Schiedlo ist heute eine Wüstung.

Karachović stand lange Zeit unter General Verdacht, bis dieser durch eine Katzenstreubombe aus deutscher Produktion getötet wurde und Karachović dessen Posten übernahm. Der Kleinkrieg des Sorbenführers hatte seinerzeit die deutsch-polnischen Beziehungen arg belastet, denn Karachović operierte von geheimen Stellungen in Rampitz und Kloppitz jenseits der Neiße. Mitte Juli war Karachović auf deutscher Seite in Bombsdorf festgenommen worden, wo er sich seit mehreren Jahren unter dem Pseudonym Milos Milošević als Züchtiger von Heidschnucken verdingte.

Foto: Ben Nemsi

1 Kommentar:

  1. Sport und Gottschlag6:30 nachm.

    Deine Sorben möcht ich haben - so klingelt es noch vielen Neuzellern in Beutel, Kirche und Ohr. Was genau geschah, weiß natürlich niemand mehr.

    Es ist dabei viel Mut, maßen doch die langen Greifarme der Krake und des Kraklers Karavan Erbamonicht, auch als Radio 1 bekannt (nur für Verhackstückte), bis in das beschauliche Klosterdörfchen südlich Stalinstadts, in dem man sich heute noch so manche Geschichte zusammenbraut und zusammen braut, z.B. köstliche Kirschbrause.

    Dies wäre ja beinahe verunmöglicht worden, denn der Radiowicht Karajan sprach einst davon, dass man mit ihm und seinem eisernen Blick Kirschen stählen könne. Und solle. Und er, der sich jahrelang als Freischäler (Kartoffeln, Möhren, Maniok) in Oberfolter verdingte, sei nicht gerade zu Schmerzen aufgelegt.

    Zwei der drei bis an den Horizont der Durchschnittsostbrandenburger reichenden Neuzeller Kirschplantagen wurden entsprechend metallurgisch überformt. Die Früchte trugen anstelle des Kernes nun den berühmten Neuzeller Sergej Eisenstein. So jedenfalls kursiert die Sage und Schreibe.

    Wenn dann die ernsten Jünger von Pavian Stahlinkirsch zur Ernte schritten und die nunmehr singenden und klingenden Bäumchen schüttelten, lag das ganze Städtchen in Stahlgewittern. Dabei schnitten sie sich aber ins eigene Fruchtfleisch, denn zwar waren sie zäh, Vileda kannten sie vom Wienern daheim, aber ansonsten liefen sie nur flink wie Windbeutel.

    So dezimierten sich die Partysamen des außersorbischen Tyrannen, Herzens-, Eis-, Eier- und Ehebechers bei einem Ernteeinsatz auf die Maul- und Fußlahmen, die nicht mit aufs Feld der Ähre durften und die auch nicht im Plantagebuch standen.
    Mit denen war kein Sorbenstaat mehr zu machen, bestenfalls noch erstklassige Kommunalpolitik.

    Darauf hatte der durchsetzungstarke Naturbursche ("Knie nieder, Lausitz!") und Freizeitschlächter wenig Lust und zog sich zunächst mit seiner Jugendliebelei Effi Metal und dem gemeinsamen Sohn "Hacke" Peter nach Stalinburg, wo Radioalarm aber unter schweren Wohnkomplexen litt und nur ein paar Jahre abriss. Spuren seines rastlosen Aufenthalts sieht man heute noch im Vorfeld des Fürstenbergs.

    Später flüchtete er unter dem Pseudonym Agnus Diät mit seinem Jungen Peter Rast in einen nahen Kräutergarten, schnitt Lauch und Peters Lilie und verdingte sich schließlich als Killerapplikation im Internet, bis man ihn, der auch als bunter Hund bekannt war, welcher bekanntlich keine Kirsche im Dorf ließ, tatsächlich zur Ruhe setzte, und neben der Schafzucht und -ordnung besonderes Feingefühl im Aufknüpfen, Peter klöppeln und dem Weben von Bombenteppichen erlangte.

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